19. Mai 2021

Social Media Guidelines: yes oder oh no?

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Die meisten Unternehmen sind in den sozialen Medien präsent. Die Arbeitnehmer:innen auch, selbst wenn Firmen Facebook und Instagram auf den Computern sperren. Wir haben mit Cristina Roduner (roduner communications) diskutiert, ob es Leitlinien braucht für den Umgang mit den sozialen Medien und wie die aussehen könnten. 

von Brigitte Marti

Brigitte («Der Gewerbeverein»): Cristina, braucht es Social Media Guidelines? 

Cristina (roduner communications): Ja, ich finde, es braucht sie.

Brigitte: Und wie sehen sinnvolle Leitlinien für den Umgang in den sozialen Medien aus?

Cristina: Es gibt zwei Herangehensweisen: Entweder du sagst deinen Mitarbeitenden was sie nicht dürfen (Verbote). Oder du ermutigst dein Team, sich aktiv einzubringen (Motivation) und zeigst auf, welche Möglichkeiten es gibt. Ich empfehle üblicherweise zweiteres. 

Brigitte: Warum? 

Cristina: Ich sehe viele Chancen in motivierend formulierten Leitlinien. Denn deine Mitarbeitenden können während der Dauer ihrer Anstellung zu deinen Botschafter:innen werden. Davon profitierst du auch, wenn sie nicht mehr bei dir tätig sind. Denn wo Sympathie auch über die Dauer der Zusammenarbeit hinaus vorhanden ist, werden auch immer wieder Empfehlungen ausgesprochen. Ich empfehle auch immer mal wieder ehemalige Arbeitgebende oder Projektpartner:innen, weil ich von deren Können überzeugt bin und mich gerne an die Zusammenarbeit erinnere.

Brigitte: Welche Aspekte sollten Social Media Guidelines umfassen? 

Cristina: Geheimhaltung, Datenschutz, Fairness, Konkurrenz. Verwendung von Logos und Fotos. Respekt und Toleranz. Es ist wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen, was sie dürfen und wo Grenzen gesteckt sind. Wie ist die private Nutzung von Social Media während der Arbeitszeit geregelt? 

Brigitte: Welche weiteren Tipps gibst du Unternehmer:innen zu Aktivitäten in den sozialen Medien? 

Cristina: Auf Stärken und Knowhow fokussieren! Überlege dir, welche Stärken und welches Knowhow in deinem Team vorhanden sind. Ermutige deine Mitarbeitenden, diese Stärken und ihr Wissen einzubringen. Angenommen du verkaufst Elektronik. Auf deiner Facebook-Seite stellen die Fans immer wieder technische Fragen. Warum nicht ein Mitglied deines Support-Teams ins Social Media Team aufnehmen und dieser Person die Beantwortung der technischen Fragen vertrauensvoll übertragen?

Brigitte: Vielen Dank für die spannenden Inputs! 

 

Mehr zu Cristina Roduner und roduner communications: roduner-com.ch