Mitgliederversammlung 2025: Engagement, Demokratie und Vision für die Zukunft

Am 27. März 2025 haben wir, Der Gewerbeverein – Fédération Suisse des Entreprises –, unsere jährliche Generalversammlung im Bundeshaus in Bern durchgeführt. Der Anlass vereinte unsere Mitglieder zu einem strategischen und gleichzeitig geselligen Abend mit konstruktiver Rückschau, gemeinsamen Entscheiden und einer ambitionierten Zukunftsvision.
2024: Ein Jahr des Wachstums – getragen durch die Sektionen
Die Co-Präsidentschaft mit Aline Trede und Christophe Barman eröffnete den Abend mit einem herzlichen Dank an die Mitglieder für ihr konstantes Engagement. Der Tätigkeitsbericht 2024 zeigte eine kontinuierliche Entwicklung: Über 1’700 Teilnehmende an 57 Veranstaltungen, ein Mitgliederwachstum von 12 %, sowie neue, dynamische Regionalsektionen wie jene in Winterthur, Neuchâtel und im Wallis.
Unsere politischen Stellungnahmen entstehen stets in partizipativen Prozessen, offen für alle Mitglieder. 2024 fasste Der Gewerbeverein Parolen zu zentralen Themen wie der BVG-Reform, Biodiversität, der 13. AHV-Rente oder den Autobahnausbau – mit erfreulich hoher Beteiligung. Dieser inklusive Ansatz unterscheidet uns deutlich von anderen Wirtschaftsverbänden.
Inspirierender Input: „Gaia vs. Transhumanismus“
Ein besonderer Denkanstoss kam vom Ethikprofessor Guido Palazzo (Universität Lausanne). In seinem Vortrag „Gaia vs. Transhumanismus“ stellte er zwei Weltanschauungen einander gegenüber: den technikgläubigen Transhumanismus à la Silicon Valley und den von der Gaia-Theorie inspirierten Ansatz, der die Natur und unsere wechselseitige Abhängigkeit ins Zentrum rückt. Seine Botschaft: Unser Verhältnis zu Fortschritt und Umwelt gehört dringend überdacht.
Starke Governance und solide Finanzen
Der Finanzbericht 2024, präsentiert von Sara Gnoni, wurde einstimmig angenommen. Trotz bescheidenem, aber positivem Gewinn zeigt sich: Unsere Organisation schafft viel mit wenig. Das Budget 2025, zur Information vorgestellt, geht von steigenden Einnahmen aus – durch einen ambitionierten Fundraising-Plan, inklusive Sponsoring, Supporter-Kreis und philanthropischer Partnerschaften.
In Sachen Governance wurde Kevin Schmid neu in den Vorstand gewählt. Wir wünschen ihm alles Gute für seine neue Aufgabe und freuen uns auf die Zusammenarbeit – wir schätzen seine Energie und sein Engagement sehr. Wir freuen uns zudem, dass Thomas Gerber als Revisor für ein weiteres Jahr bestätigt wurde.
Neues Credo und Statutenrevision
Einstimmig angenommen wurde auch das neue Credo der FSE. Es bringt unsere zentralen Werte auf den Punkt: wissenschaftlich fundierte Nachhaltigkeit, Ethik, Solidarität, Transparenz, demokratisches Engagement und gegenseitige Unterstützung. Es steht für ein wirtschaftliches Netzwerk, das Verantwortung übernimmt und gleichzeitig seine Unabhängigkeit bewahrt.
Zudem wurden zwei überarbeitete Statutenartikel (Art. 23 und 24) betreffend Organisation und Governance der regionalen Sektionen verabschiedet.
Klares Roadmap für 2025
Das Jahresprogramm 2025 fokussiert sich auf sechs strategische Prioritäten:
- Ausbau und Optimierung der finanziellen Ressourcen
- Mehrwert für unsere Mitglieder schaffen
- Netzwerk weiterentwickeln
- Beziehungsmanagement modernisieren
- Strategische Partnerschaften stärken
- Regionale Verankerung vertiefen
Eine neue Sektion wird in Freiburg gegründet. Generell sollen die Sektionen künftig eine stärkere Rolle in der strategischen Mitgestaltung einnehmen. Die Mitglieder wurden dazu aufgerufen, die Kommunikation mitzutragen und das Wachstum der FSE aktiv zu fördern – unter anderem im Rahmen der demnächst lancierten Kampagne mit 23bis.
Danke für euer Engagement
Die Versammlung fand ihren Abschluss bei einem gemütlichen Apéro im Petit Couteau mit Wein von Le Murmur. Ein grosses Dankeschön geht an unsere Dolmetschenden Adrian Tanner und Jessica Hendry, an die Gastgeber:innen im Bundeshaus, an Manuel Lopez von Voll Toll GmbH für die Fotos, an das Video-Team von 23bis, an unseren Partner Guru – und natürlich an all jene, die diesen Verein mit Leben füllen und ihn zu einem relevanten, wirkungsvollen Netzwerk machen.